Kinder und digitale Medien

Die Benutzung von digitalen Medien kann in der aktuellen Situation eine Erleichterung für die Eltern bringen. Kinder können unter Umständen das Haus oder die Wohnung nicht verlassen. Durch die Medien sind sie beschäftigt und können den Kontakt zu Freunden aufrechterhalten. Eltern sind dadurch entlastet.

Gleichzeitig können digitale Medien auch süchtig machen. Das Suchtpotential von digitalen Medien bei Kindern und Jugendlichen (und auch bei Erwachsenen) ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Um das zu vermeiden, sollte Folgendes beachtet werden:

  • Achten Sie darauf, welche Medien genutzt werden. Vor allem Kinder sollten keine Spiele-Apps benutzen. Diese sind so gestaltet, dass sie ein besonders hohes Suchtpotential haben, auch für Jugendliche und Erwachsene. So gibt es bei manchen Spielen zum Beispiel den Druck, in bestimmten regelmäßigen Zeitabständen weiterzuspielen, um Punkte zu gewinnen.
  • Die Benutzung von (digitalen) Medien sollte in Kombination mit einem geregelten Alltagsplan passieren. Konkret bedeutet das: legen Sie in einem Tages- oder Wochenplan genau fest, von wann bis wann sich Ihre Kinder mit (digitalen) Medien beschäftigen dürfen. Abhängig vom Alter der Kinder können Sie die Festlegung der Zeiten gemeinsam mit ihnen machen.
  • Medien können Sie auch gemeinsam mit Ihren Kindern nutzen. Vielleicht gibt es einen Film, den Sie sich gemeinsam anschauen. Oder Sie machen einen gemeinsamen Video-Anruf mit den Großeltern oder anderen Personen aus dem Familien- oder Freundeskreis. Oder Sie spielen mit- bzw. gegeneinander.
  • Weiter kann man digitale Medien und Alltagsstruktur folgendermaßen kombinieren: Die Kinder können die Inhalte der Filme oder Spiele in Bewegungsaktivitäten nachspielen oder sie in eigenen Zeichnungen und Bildern malen. Der Grundschulverband hat eine Liste mit Tipps zur Mediennutzung erstellt, die zum Teil auch für ältere Kinder und Jugendliche brauchbar ist.
  • Der Alltag sollte sich nicht ausschließlich um digitale Medien drehen. Fördern Sie bewusst gemeinsame Aktivitäten, die nichts mit Medien zu tun haben. Das kann zum Beispiel Essen kochen, Brettspiele, Geschichten erzählen oder Zeichnen sein. Hier kann wieder ein fester Alltagsplan helfen.
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