Sich informieren: Medien und Nachrichten

 

Verschiedene Medien können in der Zeit der Kontaktbeschränkung sehr hilfreich sein. Sie ermöglichen es, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und uns zu informieren. Gleichzeitig versuchen manche, die momentane Situation für Betrug auszunutzen, auch über Medien. Außerdem erleben wir eine „Flut“ an zum Teil widersprüchlichen Informationen und Meinungen. Wie können wir damit umgehen?

Digitale Medien und klassische Kommunikationsmedien wie Handy oder Telefon helfen im aktuellen Alltag:

  • Sie erleichtern in Zeiten von Kontaktverboten die Pflege sozialer Kontakte.
  • Über das Internet findet man einfach und schnell Hilfeangebote für verschiedene Anliegen. Das kann zum Beispiel die Pflege von Angehörigen oder benötigte Unterstützung aufgrund von Quarantäne sein.
  • Soziale Medien wie Instagram oder verschiedene Apps helfen auch bei der Organisation von gemeinschaftlichen Aufgaben.
  • Sie sind oft wichtige Informationsquellen, unter anderem auch über aktuelle Beschlüsse oder Schutzmaßnahmen.

Von betrügerischen Anrufen sind vor allem ältere Menschen betroffen. So erkennen Sie den Betrug (Artikel in der Welt):

  • Die Anrufer*innen behaupten, dass Ihre Wohnung und Sie vom Coronavirus infiziert sind. Weiter sagen sie, dass Personen, die mit im Haus wohnen, untersucht werden müssen.
  • Die Anrufenden bieten von sich aus Lösungen an. Sie schlagen vor, zu Ihnen nach Hause zu kommen. Sie geben dann vor, mit Ihnen in der Wohnung ein Beratungsgespräch zu führen, die Wohnung zu desinfizieren, Corona-Tests durchzuführen und Abstriche bei Mitbewohnern zu machen.

 

Kommt ein Anruf, bei dem Sie unsicher sind, helfen folgende Schritte:

  • Fragen Sie die anrufende Person am Telefon immer nach dem Namen.
  • Haben Sie ein ungutes Gefühl am Telefon dürfen Sie auch einfach auflegen und das Gespräch beenden.
  • Nehmen Sie sich nach dem Gespräch Zeit und sprechen Sie mit Angehörigen oder Nachbar*innen! Schildern Sie ihnen die Situation!
  • Sollten unbekannte Personen an der Tür sein und Ihnen oben genannte Maßnahmen anbieten, fragen Sie immer nach einem Ausweis! Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung.
  • Das Wichtigste ist: Geben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!

 

Weiter gibt es in der aktuellen Situation zwei Hauptfallen für Betrug im Internet:

  • Einmal gibt es betrügerische Internetseiten.Diese zeigen angeblich aktuelle Zahlen zu den Ansteckungen mit dem Corona-Virus, beispielsweise auf einer Weltkarte. Das Ziel ist dabei nicht, Sie durch richtige Zahlen zu informieren, sondern an Ihr Geld zu kommen. Achtung: Durch das Klicken auf die Karte wird unbemerkt eine Schadsoftware auf Ihrem Computer eingerichtet. Diese liest Ihre Zugangsdaten und Passwörter auf dem Computer aus und gibt diese weiter an die Betrüger*innen.
  • Zum anderen werden oft gefälschte Emails für einen Betrug benutzt.Diese Emails sehen aus, als würden sie vom Bundesamt für Gesundheit kommen. In den Emails steht, dass Sie in den Email-Anhängen wichtige Informationen zu Corona finden. Sie werden aufgefordert, diese Anhänge mit einem mitgeschickten Passwort zu öffnen. Achtung: Wenn Sie das Passwort eingeben, können Fremde auf Ihren Computer zugreifen!

 

Um einen Betrug durch Webseiten und Emails zu vermeiden, tun Sie Folgendes:

  • Seien Sie aufmerksam und öffnen Sie nur Webseiten und Email-Anhänge, denen Sie vertrauen können! Prüfen Sie den Absender (die Person oder Einrichtung, von der die Email kommt). Wenn Sie Zweifel haben, kontaktieren Sie den Absender vor dem Öffnen eines Anhangs per Telefon. Dann können Sie abklären, ob es sich um eine „echte“, ernst gemeinte Email handelt oder ob Sie diese besser ungelesen löschen.
  • Seien Sie sehr skeptisch bei Emails mit Anhängen, die ein Passwort dafür mitschicken! Öffnen Sie auf gar keinen Fall den Anhang!

 

Das Bundesamt für Sicherheit und die Cyberwehr Baden-Württemberg sind bei Fragen vertrauenswürdige Quellen. Sie informieren und geben Antworten auf zwei wichtige Fragen: Welche Betrugsmaschen sind gerade aktuell? und Wie kann ich mich gegen diese Betrugsmaschen schützen?

Im Internet sind leider auch viele falschen Informationen und Gerüchte über das Corona-Virus zu finden. Zum Beispiel gibt es die falsche Information, dass man kein Corona-Virus bekommt, wenn man in die Sonne geht.

Es ist wichtig, vertrauenswürdige Internetseiten auszuwählen, um sich gut zu informieren und um sich tatsächlich gegen eine Ansteckung schützen zu können. Zu viele oder falsche Informationen können zu einer unbegründeten Beunruhigung oder Angst führen. Außerdem besteht bei vertrauenswürdigen Internetseiten keine Betrugsgefahr.

 

Aber welche Internetseiten sind denn vertrauenswürdig?

 

Die vielen verschiedenen Informationen zu Corona schaffen mich. Wie kann ich damit gut umgehen und trotzdem informiert bleiben?

Wenn Sie aktuelle Informationen holen, ist es Folgendes wichtig:

  • Beschränken Sie die Zeit, in der Sie sich informieren. Dies können Sie in Ihren Alltagsplan fest einplanen! Zu viel Zeit für die Informationssuche und zu viele Informationen können aufwühlend sein.
  • Beschränken Sie sich auf das Wesentliche! Lesen Sie bewusst auch positive Nachrichten! Lesen Sie zum Beispiel über die wachsende Zahl der Personen, die genesen sind!
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